Heute tanzen wir mal Unterwasserballett.

Du wünschst dir also Veränderung, die Lösung deiner Blockaden und Konflikte. Und damit durchlaufen wir im Coaching einen Prozess, der aus bestimmten Modulen besteht. 1. Deine Bestandsaufnahme und damit Dein Bewusstsein für Dich und deine Denkmuster, 2. Deine Akzeptanz dessen, 3. Dein Loslassen von Vergangenheit und negativen Denkstrukturen und 4. Dein Finale in der großartigen Transformation. Whoop whoop. Weil der Coaching Prozess dynamisch, positiv und zukunftsorientiert die Module durchlebt und dabei Bewusstsein für das schafft, was ist und kommen darf, ist er von mir so herzlich beliebt und gefeiert.



Wir sind seit dem ersten Blog noch im 1. Modul. Je nachdem wie ich drauf bin, surfen wir darin herum. Schauen wir also auf deinen Bestand. Und begeben wir uns einmal in eine Situation, in der wir negative Denkmuster haben. Wir sind in der Ablehnung, in Wut, im Angriff oder in der Angst und im Rückzug. Wenn ich Angst habe, oder besonders zornig bin, geht meistens allerdings irgendetwas anderes mit einher. Wenn ich an einen Verlust, einen Ruin, eine Krankheit, eine Trennung oder gar einen Tod erinnert werde.


Der Tod ist übrigens die letzte Stufe der Angst und damit sind meines Erachtens am Ende alle unsere Ängste miteinander verbunden: der Todesangst. Ob es ein „kleiner“ seelischer Tod durch einen Verlust, eine Verletzung oder den Schmerz - emotional, finanziell, körperlich, mental - oder der physische Tod selbst ist, können wir in Wahrheit gar nicht steuern. Weißt du wirklich, wann du stirbst? Und wenn du es morgen tätest? Und da du es jetzt gerade nicht tust, lädst du ihn ein, den Mister Tod? In dein Leben? Übernimmst du Verantwortung für dich, dein Leben und deine Haltungen? In Mexiko wird der Tod ins Leben integriert, so als wäre er Teil des Lebens. In jedem Wohnzimmer steht er in Form eines Skeletts: er oder es wird gefeiert, wie nichts anderes: das Leben und der Tod. Und es gibt keinen Unterschied. Beides passiert.


Wenn ich also vergleichsweise negative Gefühle herzlich bitte einzutreten, sie annehme, ja feiere, kann ich sie umwandeln und sie in mein Wohnzimmer setzen – nicht? Es gibt Milliarden von Strategien dazu. Doch dazu in einem späteren Blog in einem anderen Modul. Zu Beginn einer jeden Transformation steht also das Bewusstsein. Und das erschaffen wir, indem wir uns den Schmerz und all das andere ganz ganz bewusst machen. Also let´s go: Die Erinnerung an etwas, was wir erlebt haben, an eine bestimmte vermeintlich gräßliche Situation, verleitet uns in eine Angst vor genau dieser Wiederholung des Gefühls, dem Erlernten zu gehen. Diese Reaktion gaukelt uns vor, Verantwortung für unsere Gefühlswelt zu übernehmen – dein vermeintlicher Schutzmantel. Ist dem so? Nein. Verantwortung übernimmst du, wenn du wahrhaftig antwortest. Dem Gefühl und dem, was es wirklich ist und, was es mit dir macht. Wie kannst du das aber wahrhaftig tun?


Wir betrachten unsere Gefühlswelt einmal im sogenannten Haltungsdreieck. Nach der Dr. Petra Bock Coaching Akademie ist alles, was in dem dargestellten Dreieck passiert, unserer Haltung entsprechend. Wir können im Zustand des wahrhaftigen Bewusstseins sachlich und Erwachsen agieren – im Erwachsenen-Ich. Unterhalb der Wasserlinie agieren wir im Kind-ich und im Eltern-Ich. Das sind die beiden Ich Zustände, die unterhalb der Wasserlinie im sogenannten Unterwasserballett tanzen. Und mit diesen beiden arbeiten wir in Konflikten im Coaching, mit den negativen Denkmustern. Das Ziel ist es, in das wahrhaftige Erwachsenen-Ich zu kommen und die negativen Denkmuster loszulassen indem wie sie erstmal bewusst wahrnehmen und benennen: Kind-Ich, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich. Wie aber machen wir das?



Wir skizzieren hier beispielhaft und schauen uns die Haltung im Kind-Ich an: Dort regieren vor allem Trotz und Wut. Wenn Dir jemand im Meeting deine Präsentation erst mies macht und dann allen erklärt, wie er das Problem noch besser lösen könne, erinnert es daran, wie dir deine kleine 3-jährige Schwester deine Bauklötze damals gestohlen hat. Sie dann damit ihren eigenen Turm baute, während du keine Klötze mehr für deinen Turm hattest – wie unfair. Und nun gehst du heute im Erwachsenenalter in den Verteidigungsmodus. Waffen raus – meine Bauklötze! Sinnvoll?


Im fürsorglichen Eltern-Ich regieren Angst, Sicherheitsbedürfnis, Versorgungsthemen. Wenn wir uns in einer dieser Haltungen befinden, sind wir in der Angst, in der Eifersucht, im Hass, sowas. Wenn also deine Großeltern einen Keller hatten mit Mehlvorräten, Dosentomaten, etc. falls der Krieg nochmal ausbreche, musst du dich nicht wundern, wenn du ständig dafür sorgst, dass ebenfalls Konserven in deiner Kammer stehen – Es könnte ja, der Vergangenheit schmerzlich gewusst, die Versorgung in Gefahr, ja das Überleben. Dass du im Hier und Jetzt in 2021 keine Angst haben musst, nicht versorgt zu sein, hinterfrage ich heute. Deswegen bist du im Eltern-Ich, wenn du deine Kammer mit Konserven vollhaust – könnte sein!


Wenn wir jetzt reflektieren in welchem „Unterwasserballett“ wir uns befinden, dann passiert meist schon etwas, denn mit der Bewusstwerdung dessen, was in dir los ist, kannst du schon verändern, was du empfindest. Quod erat demonstrandum. Jedenfalls hab ich mir das bewiesen.


Schau hin, auf dein MIMIMI. Wo befindet es sich? In welcher Haltung befindest du dich in einer bestimmten Situation? Sind es Erinnerungen und Prägungen, oder ist es im Hier und Jetzt wahrhaftig? Ist meine Reaktion etwas, woran ich wirklich wirklich glaube, was wirklich wirklich wahr ist? Was ich mir selbst erzähle? Ist es das Kind-Ich oder das Eltern-Ich, das mit Sicherheit seine Gründe hat, dich dies glauben zu lassen? Macht mein Verteidigungskrieg noch Sinn, wie er heute ist oder sind die Bausteine längst auf der Mülldeponie? Und wenn das Negative stimmt, was mir im Unterwasserballett erzählt wird: Übernehme ich die Ver-Antwort-ung, das Denkmuster bewusst und positiv auszurichten? Traue ich mich visionär auf meine eigentlichen Wünsche zu schauen, statt meine Versorgung zu hinterfragen -stattdessen dafür zu sorgen, meine Ressourcen logisch und bitte glücklich einzusetzen? Eigenverantwortlich, glücklich und frei? Hast du Lust hinzuschauen?


Bis ganz bald!


Deine Barbara



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